PULS Portrait: Es geht auch ums Seelenwohl

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Nach 20 Jahren Praxis als Gynäkologin sieht sich Angelika Graf nicht nur rein als Frauenärztin, sondern oft auch als Vertrauensperson, Hausärztin und Begleiterin ihrer Patientinnen, wenn es um Lebensfragen, speziell als Frau geht. „Es ergeben sich dabei viele schöne Beziehungen, die man aufbaut. Es spielt auch eine gewisse Erwartungshaltung seitens der Patientinnen eine Rolle, die auch möchten, dass man sensible Lebenssituationen bespricht, beziehungsweise Hilfestellung dabei gibt, sei es im privaten oder gesundheitlichen Umfeld. Und es geht auch ums Seelenwohl“, beschreibt die Ärztin ihren Berufsalltag. „Ich habe als Wahlärztin auch die Möglichkeit, zeitlich intensiver auf meine Patientinnen einzugehen“, so die Fachärztin weiter. So kommen oftmals die wahren Probleme zu Tage. Grafs Zugang zur Medizin hat sich schon früh durch Ihr Interesse an Naturwissenschaften abgezeichnet. Als die gebürtige Bludenzerin während Ihres Studiums in Innsbruck selbst operiert werden musste, manifestierte sich ihr Interesse am Fach Gynäkologie. „Das Fach Gynäkologie hat mich immer begeistert, da es sehr breit gefächert ist. Von der Geburtshilfe über Operationen bis hin zur Beratung“, so die Medizinerin. Praxis sammelte die Mutter zweier Kinder nach dem Studium in Bludenz, bei den Barmherzigen Brüdern in Salzburg, so wie im Landeskrankenhaus Salzburg, wo sie zu anfangs im Bereich Kindermedizin tätig war. Im Krankenhaus Oberndorf arbeitete Graf zudem in der Geburtshilfe. Ihr Fachwissen im Bereich Hormonmedizin vertiefte die Medizinerin bei Prof. Johannes Huber, dem Leiter der klinischen Abteilung für Endokrinologie und Reproduktionsmedizin an der Universität Wien. Huber gilt als internationaler Experte in Sachen Hormonmedizin.

Hormone und Wechseljahre

In der täglichen Ordination nehmen die Themen Wechseljahre, Hormonstatus, unerfüllter Kinderwunsch und Brustkrebs eine zentrale Rolle in ihrer Praxis in der Schrannengasse in Salzburg ein. Viele Frauen haben nur leichte oder überhaupt keine Beschwerden, mehr als 30 Prozent aber sind massiv von den Auswirkungen der Wechseljahre betroffen. „Diesen Frauen muss mit Hormonen geholfen werden. Hormone sind kein lebenslanger Begleiter und man soll auch nie etwas einnehmen was man nicht braucht. Rund zwei Mal im Jahr sollte ein Auslassversuch oder ein Ausschleichversuch von Hormonpräparaten probiert werden. Es kommt darauf an, dass man Hormone so natürlich wie möglich zu sich nimmt“, weiß die Hormonspezialistin. Unterschieden werden muss dabei zwischen systemischen Hormonproblemen, die Wallungen, Depressionen oder Schlafstörungen zur Folge haben oder Hormongaben gegen zu trockene Haut oder Haarausfall. Hier kann schon mit Salben oder Tropfen geholfen werden. Generell kann der Körper mit Östrogenen stark beeinflusst werden. Herausfordernd an der Medizin sei, dass es nie einen Stillstand gibt, sondern stetig eine Entwicklung nach vorne. Dabei muss man für vieles offen bleiben. Auch ganzheitliche  Therapiekonzepte können unser Seelenwohl nachhaltig positiv verändern. „Persönlich finde ich die chinesische Medizin spannend und bereichernd. Daher bilde ich mich auch in diesem Bereich ständig weiter“, erklärt die Ärztin. 

 

Steckbrief

Familienstand: verheiratet, 2 Kinder
Geburtsort: Bludenz
Ausbildung: Studium der Medizin an der Universität Innsbruck, Ausbildungen in Bludenz, Salzburg, Oberndorf und Wien
Zusatzausbildungen: Curriculum in Psychosomatik, Notfallmedizin, Anti-Age und Hormonfortbildungen, TCM
Ich lese: Passagen aus der Bibel nach einer Israel Reise, Harari – 21 Lektionen für das 21. Jahrhundert
Sport: Yoga, Radfahren, Skifahren, aber kein Leistungsgedanke
Ich esse gerne: Tafelspitz, auf Reisen probiere ich gerne unbekannte Spezialitäten
Liebste Reiseziele: immer neue Gegenden und Länder
Selbsteinschätzung: kompetent, vertrauenswürdig, verlässlich, ausgeglichen

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