Sonntag, 18. November 2018

Neurorehabilitation: Robotische Gangtherapie

Bewertung: 0 / 5

Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv
 

Robotergestützte Therapieformen nehmen immer mehr zu. Die Therapie mit dem Lokomat hat sich dabei weltweit als wirksame Intervention zur Verbesserung der Gehfunktion bei neurologischen Patienten etabliert. Das Robotertraining ist für Erwachsene und Kinder gleichermaßen geeignet. Der Lokomat erlaubt ein physiologischeres Gangbild, gibt konstant Feedback und dokumentiert die Therapiefortschritte. Er verbessert deutlich die Therapieresultate durch längere Einheiten, gesteigerte Intensität und aufgabenspezifisches Training sowie dadurch, dass er Patienten stärker fordert.

Therapie & Herausforderung

Während der Rehabilitation mit einem Lokomaten müssen Patienten entsprechend ihrer individuellen Fähigkeiten und darüber hinaus gefordert werden. Geschwindigkeit, Belastung und Roboterunterstützung können auf die optimale Therapieintensität eingestellt werden. Dieses Augmented Performance Feedback (APF) sorgt für maximale Effektivität des Lokomat-Gangtrainings. In Studien konnte nachgewiesen werden, dass die Muskelaktivierung durch den Einsatz von APF deutlich gesteigert werden kann. „Wir können Patienten mehr als eine halbe Stunde am Lokomat laufen lassen. „Die Geschwindigkeit wird an der Leistungsfähigkeit des Patienten ausgerichtet, was auch sehr motivierend für unsere Patienten ist“, weiß Sonja Kinast, die als Fachärztin für Neurologie im Haus Sankt Lukas tätig ist.