Seltene Krebsarten - Blasenkrebs, Nierenkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs, Eierstockkrebs

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Neben den großen und weitverbreiteten Krebserkrankungen – wie Brust-, Darm- oder Prostatakrebs – gibt es eine Vielzahl weiterer Krebserkrankungen, die oftmals vernachlässigt werden.  Allen gemein ist, dass man sie relativ spät erkennt.

Blasenkrebs

Ungefähr 95 Prozent der bösartigen Krebserkrankungen der Blase gehen von der Blasenschleimhaut aus. Blasenkrebs kann immer wieder auftreten und hat somit eine hohe Rezidivrate, weswegen Patienten im Krankheitsverlauf sehr engmaschig überwacht werden müssen. Sehr häufig bleibt Blasenkrebs unbemerkt. Erstes Symptom kann Blut im Harn sein. Anhaltende Schmerzen beim Urinieren und ein starker anhaltender Harndrang können ebenso Hinweise sein. Wichtig ist es dann, einen Facharzt für Urologie zu konsultieren, um eine rasche Abklärung zu erhalten.

Nierenkrebs 

Die Niere hat als Ausscheidungsorgan die Aufgabe den Salz- und Wasserhaushalt zu kontrollieren und die Endprodukte des Stoffwechsels zu eliminieren. Nierenkrebs kann in jedem Lebensalter des Erwachsenen auftreten, eine Häufung ist aber zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr festzustellen. Frühzeichen von Nierenkrebs sind sehr selten. Hohe Blutsenkung, Blut im Harn ohne Schmerzen, Schmerzen in der Flanke im Rücken, unklare Fieberschübe, Blutarmut, Müdigkeit oder eine tastbare Masse im Bauchraum sind eher Spätsymptome. Für die Früherkennung von Nierenkrebs gibt es weder geeignete Programme oder Tumormarker. „Die wichtigste Methode ist die Ultraschalluntersuchung, die bei 95 Prozent aller Fälle, die Feststellung der Diagnose ermöglicht“, so Stephan Spiegel, Geschäftsführer der Krebshilfe Salzburg. 

Bauchspeicheldrüsenkrebs

Die Bauchspeicheldrüse hat zwei wichtige Aufgaben. Zum einen produziert sie mehr als 20 verschiedene Verdauungsenzyme, die die aufgenommene Nahrung in kleinste Bestandteile zerlegen. Nur so kann die Nahrung im Darm ins Blut aufgenommen werden. Und zum anderen ist die Bauchspeicheldrüse für die Produktion von Insulin zuständig, das für die Blutzuckerregulation verantwortlich ist. Ebenso wird Glukagon produziert. Bauchspeicheldrüsenkrebs kann prinzipiell bei jedem Menschen entstehen. Erbliche und Lebensstilfaktoren spielen bei der Entstehung aber eine wichtige Rolle. Wesentlich wichtiger als die erblichen Faktoren sind die Lebensstilfaktoren wie Rauchen, Alkohol oder Übergewicht. Aber auch Diabetes oder chronische Bauchspeicheldrüsenentzündungen  fördern die Entstehung von Bauchspeicheldrüsenkrebs.  In der Entstehung zeigt auch diese Krebsart nur selten Symptome. Deshalb wird dieser Tumor oft sehr spät erkannt. Erste Symptome die auftreten können, sind Appetitmangel, Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall bis hin zu einem Druckgefühl im Oberbauch oder Schmerzen im Rücken sowie Gewichtsverlust. 

Eierstockkrebs

Auch der Eierstockkrebs ist eine „stille Krankheit“, die sehr häufig erst im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert wird. Zum einen liegt das an den unspezifischen Symptomen zum anderen auch daran, dass es noch keine sicheren Methoden der Früherkennung gibt. Erste Symptome können Blähungen, verminderter Appetit, Bauchschmerzen und häufigeres Harnlassen sein. Wenn im Ultraschall etwas zu sehen ist, sind das meist schon erste Metastasen. Die rechtzeitige und frühe Diagnose ist für eine positive Behandlung entscheidend. Eine weitere Möglichkeit zur frühzeitigen Diagnose ist neben dem Ultraschall auch ein genetischer Test. Einen genetischen Test sollten vor allem Frauen machen, in deren Familie es ein gehäuftes Auftreten von Brust- oder Eierstockkrebs gibt. Auch bei erkrankten Frauen sei ein Test sinnvoll, weil ein verändertes Gen-Auswirkungen auf die Behandlungsmethoden haben könne. Die Österreichische Krebshilfe Salzburg hofft, dass in den nächsten Jahren weitere Fortschritte in der Behandlung erzielt werden und Eierstockkrebs von einer potenziell tödlichen Krankheit zu einer chronischen Erkrankung wird. 

Um eine bestmögliche Information zu bieten, hat die Österreichische Krebshilfe Salzburg zahlreiche kostenlose Informationsbroschüren aufgelegt. Diese können online oder telefonisch unter 0622-873536 angefordert werden.

www.krebshilfe-sbg.at

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