Heilpflanze des Monats - Salbei

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Seit der Antike zählen einige Salbeiarten zu den besonders geschätzten Heilpflanzen. Schon der botanische Name Salvia weist auf das lateinische Wort salvare = heilen hin. Der Echte Salbei wächst als Halbstrauch und kann bis zu 80 Zentimeter Wuchshöhe erreichen. Alle seine Pflanzenteile besitzen einen starken aromatischen Geruch. Als wärmeliebende Pflanze mediterraner Herkunft ist er in Mitteleuropa nur bedingt winterhart und benötigt in klimatisch rauen Lagen Winterschutz. Salbei hilft bei Hautunreinheiten, Harndrang, Galle- und Leberleiden, Nachtschweiß (Klimakterium) oder Appetitlosigkeit und wirkt auch verdauungsfördernd. Die aromatischen Blätter können zum Würzen von Gemüse, Fleisch und Fischspeisen verwendet werden. Da die Blätter verdauungsfördernd sind, passen sie gut zu fetteren Speisen.

Vielfältige Wirkung

Salbeitinkturen wiederum sind in der Apotheke erhältlich und in erster Linie dazu gedacht, dem Nachtschweiß vorzubeugen, indem man damit die Achselhöhlen einreibt, Waschungen vornimmt oder Bäder anreichert. Bei Gallenleiden empfiehlt sich ein Tee, wobei man etwa einen Teelöffel getrocknete und zerstoßene Blätter auf einen Liter Wasser nimmt. Das ätherische Öl als aus auch Salbeitee wirken antimikrobiell, deswegen kann ein Salbeitee gut bei Mund- Rachen- und Zahnfleischentzündungen verwendet werden. Verantwortlich dafür sind die Gerbstoffe wie zum Beispiel Rosmarinsäure, die die Schleimhäute vor toxischen Substanzen schützen und die Heilung bei einer Entzündung beschleunigen. Salbei sollte nicht zu lange und übermäßig eingesetzt werden, da es unter Umständen zu Vergiftungen kommen kann. Stillende Mütter sollen bedenken, dass Salbei auch eine Hemmung der Sekretion der Milchdrüsen bewirkt. Ansonsten ist Salbei als Speisewürze auch bei Appetitlosigkeit unbedenklich. Bei Halsbeschwerden und Angina ist Salbei ein gutes Gurgelmittel.