Die Wanderhure und ihre Freier

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Mag. Christoph Archet

Mit seinem neuen Zyklus widmet sich Günter Edlinger der Auseinandersetzung um Unsicherheit, Macht und Gier zwischen den Geschlechtern. Edlingers neues Thema sind die düsteren Seiten von Frauen und Männern. Wie im täglichen Leben geht es dabei um Lüge, Betrug an sich selbst und dem anderen gegenüber sowie Schönrederei. In seinen Bildnissen der „Wanderhuren“ zeigt der Künstler Frauen, welche im Glanz ihres Daseins durch Selbstbetrug, mangelnder Selbstreflexion, Triebhaftigkeit und Gier in das Elend der Hurerei schlittern. „Ich verschwende meine Zeit nicht, ich denke gern groß, frech, kühn und in diesem Fall auch tiefgehend über zwischenmenschliche Beziehungen“, so Edlinger zu seinem neuen Bilderzyklus. Auch die Figur des Freiers spielt in Edlingers aktueller Bilderreihe eine entscheidende Rolle als Zerstörer der weiblichen Seele. Die verschiedenen Motive des Freiers stellt Edlinger in düsterer Farbgebung und aggressiver Strichführung dar.

Achtsamkeit

Die Basis meines Daseins ist der Respekt vor dem Leben. Das schließt auch Achtsamkeit gegenüber anderen ein. Die Schnelllebigkeit unserer digitalen „Wisch-und-Weg-Zeit“ ist dabei der Feind des zwischenmenschlichen Miteinanders. Beziehungen werden zum billigen Bahnhofskiosk der Gefühle. Hure und Freier sind Synonym dieser Entwicklung. Und wahre Liebe bleibt unerkannt auf der Strecke.

www.edlinger-unikat.com