Samstag, 19. Januar 2019

Barrierefreies Wohnen richtig planen und an die Zukunft denken

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Angenehmes Leben und Wohnen bedeutet, sich nicht nur im Alter in den eigenen vier Wänden wohl zu fühlen, sondern die Anforderungen an eine Wohnung gleich bei Bezug richtig zu definieren. Werden Häuser oder Wohnungen von den Gewerblichen Bauträgern heute neu gebaut, entsprechen sie gewöhnlich auch den Bedürfnissen älterer wie auch körperlich beeinträchtigter Menschen. Bei alten Immobilien ist dies meist nicht der Fall. Treppen, Absätze, enge Winkel und zu enge Türöffnungen sind Hindernisse, die etwa mit einem Rollstuhl nicht zu bewältigen sind. Dazu stellen Türschwellen, verwinkelte Bäder oder schlecht verlegte Bodenbeläge ein großes Unfallrisiko dar. Aber eine gute Planung und Offenheit für Neues können die Lebensqualität in den eigenen vier Wänden – und auch den Wert der Immobilie – deutlich heben. Dabei sollten körperliche Einschränkungen nicht der einzige Anstoß für Veränderungen sein. Ein großer Schritt in Richtung besserer Lebensqualität kann auch der Umzug in eine neue Wohnung sein, die den Bedürfnissen besser entspricht, zum Beispiel durch einen Aufzug, eine verkehrsgünstigere Lage und einem entsprechend interessanten infrastrukturellen Umfeld.

Hören, Sehen, Greifen                                                                                                            

Eingangstüren sollten in geöffnetem Zustand eine Mindestbreite von 90 Zentimetern aufweisen, bei den Innentüren ist eine Breite von mindestens 80 Zentimetern zu empfehlen. Werden Türbeschläge, Lichtschalter und Klingel in circa 85 Zentimeter Höhe angebracht, können diese auch bequem von einem Rollstuhl aus bedient werden. Eine Türklingel mit optischem Signal signalisiert Bewohnern, die schlecht hören, wenn jemand geklingelt hat. Praktisch ist auch, wenn die Eingangstür mit einer Gegensprechanlage ausgerüstet ist und von dort aus geöffnet werden kann. Je weniger Hindernisse es im Wohnbereich gibt, desto bequemer und länger ist ein Wohnen zu Hause möglich. Barrierefreiheit ist also keine Frage des Alters. Jede Stolperfalle erschwert Kindern das Laufen lernen und jede Stufe weniger macht das Kinderwagenschieben leichter. Immobilien ohne Hindernisse sind wichtig für Vermieter und selbstnutzende Eigentümer gleichermaßen – sowohl für Wohn- als auch Büroimmobilien.                                                                                                                              Die Anforderungen der Grundlagen für barrierefreies Bauen sind in eigenen ÖNORMEN definiert und zusammengefasst. Diese wurden Großteils in die Bauordnungen der Bundesländer aufgenommen.