Sonntag, 18. November 2018

Gesunde Ernährung statt Verdauungsschäden

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Laut internationalen Trendforschern wird Ernährung zur Weltanschauung hochstilisiert. Essen soll gesund sein, Ressourcen schonen und mit den persönlichen Werten übereinstimmen. Glaubt man Prognosen, wird sich bis zum Jahr 2050 die Weltbevölkerung mit den derzeitigen Ressourcen und Möglichkeiten nicht mehr ernähren können. In Zukunft sollen „Nährmittel“ aus dem Labor oder aus dem Drucker kommen. Etwa Ei-Ersatz aus gemahlenen Bohnen oder Linsen. Dagegen könnte man schon heute damit beginnen, mehr natürliches, pflanzliches Eiweiß aus Hülsenfrüchten zu genießen. Auch das Fleischangebot steht vor einer drastischen Wende. Sogenanntes Laborfleisch ist schon seit mehreren Jahren durchaus produktionsreif. Will man das wirklich – oder sind wir lieber heute schon bereit, unseren Fleischkonsum auf ein – für Mensch und Umwelt – gesundes Maß zu reduzieren und den Fleischkonsum auf ein- bis zweimal pro Woche zu beschränken.

Wir essen zu viel

Alles, was wir oben „einfüllen“, muss unten verarbeitet werden. Wir konsumieren zu viel Fleisch, Fett, Zucker (rund 40 kg pro Kopf und Jahr!), Weißmehl, Kuhmilch-Produkte und Zusatzstoffe in Fertigprodukten (Emulgatoren, Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker). Die Leber ist bei übermäßigem Genuss mit der Entgiftung im Dauereinsatz. Der Magen-Darm-Trakt ist überfordert. Die Darmflora gerät aus dem Gleichgewicht und unsere Verdauung streikt. Reizdarm, Lebensmittelunverträglichkeiten, Allergien, Hautprobleme, Infektanfälligkeit und andere ungünstige gesundheitliche Schäden nehmen stark zu. In all diesen Fällen kann eine professionelle Ernährungsberatung weiterhelfen. Sich informieren, sich bewusst machen, umdenken sowie entscheiden ist notwendig, um etwas zu verändern. Essen soll den Motiven Genuss UND Gesundheit gerecht werden. Wenn wir es schaffen, 80 Prozent der Chancen gesund zu nutzen, „verdauen“ wir die 20 Prozent „nur-Genuss-Ausreißer“ leichter.

Wie essen wir?

Der Fast-Food-Trend wird jedoch weiterhin bestehen. Ebenso die leichte Bequemlichkeit, sich Gerichte nach Hause liefern zu lassen. Es werden vermehrt Halbfertigprodukte schnell zubereitet. Gegessen wird während der Autofahrt, mit der Zeitung oder vor dem Fernseher. Wir ernähren uns also zu schnell und unaufmerksam. Gleichzeitig wissen wir aber, dass die Energie der Aufmerksamkeit folgt. Wenn also unser Augenmerk direkt beim Essen ist, dann kauen wir öfter, schmecken intensiver, genießen bewusster, haben Energie für die Verdauung und fühlen uns nach dem Essen satt und kraftvoll. Bewusst und in Ruhe zu essen, fördert Bekömmlichkeit und Gesundheit!

 

Mag. Regina STRASSL, selbstständige Ernährungswissenschaftlerin und Physioenergetikerin in Salzburg