Samstag, 19. Januar 2019

Wenn niemand hilft, kommt der Virgilbus

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Der Initiator des Virgilbusses ist der niedergelassene Internist im Stadtteil Maxglan-Riedenburg und Zweiter Landtagspräsident, Dr. Sebastian Huber: „Die Idee des Virgilbusses trug ich schon sehr lange mit mir herum. Als Arzt in der Stadt Salzburg habe ich gesehen, dass keine aufsuchende niederschwellige Versorgung für Obdachlose existiert hat. Als Gemeinderat habe ich 2014 den Virgilbus dann als erstes Projekt umgesetzt. Einheimische Obdachlose und Armutsmigranten, die keine Versicherung und keinen Zugang zur medizinischen Betreuung haben, werden mit dem Virgilbus angesprochen. Behandelt und versorgt werden hauptsächlich Infekte, Herz-Kreislaufbeschwerden, einfache Wunden und akute beziehungsweise chronische Schmerzen.

Erstversorung

Viele der Menschen, die den Virgilbus in Anspruch nehmen, haben seit Jahren keinen Arzt aufgesucht. Sie scheuen sich oft in eine Praxis zu gehen. „Mit dem Virgilbus nehmen wir ihnen diese Hürde. Wir können so Patienten zu einem früheren Stadium, gesundheitsschonender und günstiger versorgen. Denn wenn sie wegen einer nicht behandelten Erkrankung irgendwann als akuter Notfall im Krankenhaus landen, dann sprechen wir von Behandlungskosten von mehreren tausend Euro pro Tag. „Der Virgilbus zeigt, dass soziales Handeln nicht immer teuer sein muss“, so Dr. Huber weiter. Die Einrichtung wird durch das ehrenamtliche Engagement von Allgemein- und Fachmedizinern und abwechselnd von Sanitätern des Roten Kreuzes, der Malteser und des Samariterbundes getragen. Benötigte Medikamente werden von der Apothekerkammer Salzburg kostenlos zur Verfügung gestellt. Im medizinischen Notfall unterstützt das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder. Neben vielen privaten Spendern wird der Virgilbus vom Land Salzburg, der Stadt Salzburg und der Salzburger Gebietskrankenkasse finanziell unterstützt. Der Virgilbus ist ein starkes Zeichen für Ehrenamt und Eigeninitiative. Ohne freiwillige Mitarbeiter könnte der Virgilbus nicht betrieben werden. „Ich bin meinen Mithelfern sehr dankbar, dass sie dieses wichtige Projekt jeden Sonntag so tatkräftig unterstützen“, so Huber.

Ärzte gesucht!
Zur nachhaltigen Absicherung des Virgilbusses suchen die unterstützenden Organisationen weitere Ärztinnen und Ärzte, die bereit sind, gelegentlich am Sonntagabend einen Dienst zu übernehmen. Die Ärztekammer für Salzburg sorgt für die rechtlichen Voraussetzungen, ohne dass dafür Kosten für die mitarbeitenden Kolleginnen und Kollegen entstehen.
Wenn Sie sich eine ehrenamtliche Mitarbeit vorstellen können, würden wir uns über Ihre
Kontaktaufnahme sehr freuen! Nähere Informationen erhalten Sie bei Dr. Sebastian Huber: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bzw. 0662/833937-0.
Spenden zugunsten des Virgilbusses bitte an Diakoniewerk Gallneukirchen Spendenverein
Verwendungszweck „Virgilbus“ 
IBAN AT34 2040 4000 0000 8078 
BIC SBGSAT2SXXX
Geldspenden an das Diakoniewerk sind steuerlich absetzbar.