Salzburger Gesundheitsbudget 2019 - Mehr Geld für Pflege und Gesundheit

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Der Salzburger Landtag hat in seiner Sitzung kurz vor Weihnachten das Budget für das Jahr 2019 beschlossen. PULS hat mit Gesundheits- und Spitalsreferent Landeshauptmann-Stv. Dr. Christian Stöckl über die Schwerpunkte im Gesundheits- und Spitalsbereich gesprochen.

Der Bereich Gesundheit ist mit einem Anteil von rund 27 Prozent am Gesamtbudget der größte „Brocken“ im Landeshaushalt. Wo werden im heurigen Jahr Schwerpunkte gesetzt?

Stöckl: Ja, das ist richtig. Für den Bereich Gesundheit und Spitäler stehen im Jahr 2019 insgesamt rund 782 Millionen Euro zur Verfügung. Damit können wir wichtige Projekte im Gesundheitsbereich in allen Bezirken unseres Landes unterstützen. Diese reichen von verschiedensten Vorsorgeprojekten für Jung und Alt über Impfaktionen bis hin zur notärztlichen Versorgung. Ein sehr wichtiges Anliegen ist die Sicherstellung und Verbesserung der psychiatrischen Versorgung unserer Bevölkerung. Diese wird ausgebaut und dafür nimmt das Land heuer rund 470.000 Euro in die Hand. Auch für die Hospiz- und Palliativversorgung wurden die Gelder aufgestockt. Zudem können wir mit den bereitgestellten Mitteln auch unsere Aktivitäten zur Ausbildung von Allgemeinmedizinern fortsetzen und forcieren.  

In den vergangenen Jahren wurden viele Bauvorhaben bei unseren Spitälern begonnen bzw. umgesetzt. Wie schaut es da im heurigen Jahr aus?

Stöckl: Die Modernisierung unserer Krankenhäuser ist und bleibt ein Schwerpunkt meiner Arbeit. Dabei stehen Neubau- und Sanierungsvorhaben im Mittelpunkt. So werden unter anderem die Investitionsprojekte in den Salzburger Landeskliniken wie das Haus B (Gesamtprojektkosten rund 150 Millionen Euro), die Konsolidierung der Inneren Medizin III/Onkologie (Gesamtkosten rund 13,3 Millionen Euro), die neuen Radiotherapie- und  Nuklearmedizin-Stationen mit einer Investitionssumme von 6,8 Millionen Euro oder die Kinder- und Jugendpsychiatrie bzw. die Neustrukturierung der Akut- und Intensivversorgung in der CDK (Gesamtkosten jeweils rund 10 Millionen Euro) vorangetrieben.

Und die Krankenhäuser in den Bezirken?

Stöckl: Auch in die Spitäler in der Region wird 2019 weiter kräftig investiert. So sind 1,8 Millionen Euro für die Planungsarbeiten zum Masterplan Kardinal-Schwarzenberg-Klinikum vorgesehen. Zudem fließen die entsprechenden Gelder für die Generalsanierung inklusive Erweiterung des Tauernklinikum-Standortes Mittersill (Gesamtkosten 25 Millionen Euro) sowie für die Aufstockung eines Bauteils am Tauernklinikum-Standort Zell am See mit Gesamtprojektkosten von rund 8,3 Millionen Euro. Abgeschlossen wird Ende 2019 die Generalsanierung der Landesklinik Tamsweg, in die insgesamt 25 Millionen Euro fließen. Um die medizinische und pflegerische Versorgung in allen Krankenhäusern abzusichern wurde und wird auch das Personal entsprechend aufgestockt.

Eng verbunden mit der Gesundheit ist das Thema Pflege. Welche Maßnahmen werden da im heurigen Jahr gesetzt?

Stöckl: Um den Pflegebereich attraktiv zu gestalten, haben wir die Pflegeplattform ins Leben gerufen, in der ein großes Netzwerk von Experten Lösungen erarbeitet. Um die Langzeitpflege in den Seniorenwohnhäusern und die mobilen Dienste abzusichern, ist das Land mit Caritas und Diakoniewerk eine Kooperation eingegangen. Dabei übernehmen wir ab Herbst 2019 das Schulgeld für die angehenden Pflegerinnen und Pfleger, wofür im Budget für 2019 insgesamt 400.000 Euro eingeplant sind. Zudem unterstützen wir viele Pflege-Lehrgänge, wodurch sichergestellt ist, dass eine höhere Anzahl an Pflegekräften ausgebildet wird. Unser Ziel ist die Aufrechterhaltung einer qualitativ hochwertigen Pflege. Das ist angesichts des demographischen Wandels kein leichtes Unterfangen, wir arbeiten aber intensiv an Lösungen.