Leben mit der Diagnose Krebs Bewegung steigert die Lebensqualität

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Viele Menschen meinen, dass die Lebensqualität von Krebspatienten zwangsläufig schlecht sein muss. Dies mag zwar zu bestimmten Zeitpunkten wie bei der Diagnosestellung oder in Phasen der Krebstherapie so sein, gilt aber nicht generell. Viele Betroffene berichten über eine sehr gute Lebensqualität und auch über positive Erfahrungen, die sie aus der Erkrankung gewinnen konnten. Wie gut oder schlecht Ihre Lebensqualität ist, hängt vor allem davon ab, wie es Ihnen gelingt, mit der Krankheit zurechtzukommen“, erläutert Krebshilfe Präsident Univ.-Doz. MedR. DDr. Anton-H. Graf.

Einflüsse

„Ihre Lebensqualität hängt entscheidend von der guten medizinischen und pflegerischen Versorgung ab“, sagt Krebshilfe Geschäftsführer Mag. Stephan Spiegel. Daher sind die behandelnden Ärzte und das Pflegepersonal wichtige Ansprechpartner. Die Einschätzung der Lebensqualität hängt aber auch von anderen Bereichen wie beispielsweise dem psychischen Wohlbefinden, sozialen Beziehungen und der Leistungsfähigkeit im Alltag ab. Sport und Bewegung beeinflussen die Lebensqualität auf mehreren Ebenen: Sie stärken einerseits die allgemeine Gesundheit und Abwehrkräfte und vermitteln andererseits wieder ein positives Körpergefühl. Bewegung lehrt auch, mit Einschränkungen der Leistungsfähigkeit zurecht zu kommen oder gegen sie anzuarbeiten“, so Spiegel.

Nebenwirkungen Reduzieren

Während der Chemotherapie können mit Bewegung beispielsweise Erschöpfungssymptome („Fatigue“) behandelt werden. Bereits in den 1990er Jahren zeigte eine Studie in Deutschland bei Patienten, die während einer Hochdosis-Chemotherapie körperlich aktiv waren, ein weniger ausgeprägtes Erschöpfungssyndrom. Die Patienten trainierten dabei täglich 30 Minuten in einem speziellen Bettfahrrad. Sie fühlten sich dadurch körperlich und psychisch besser und litten weniger unter den Nebenwirkungen der Chemotherapie. Andere Beobachtungsstudien der letzten Jahre zeigten bei Patienten mit Brust- und Dickdarmkrebs starke Hinweise für eine Verbesserung der Heilungsrate durch regelmäßiges körperliches Ausdauertraining zusätzlich zur Standardtherapie. Vorrangiges Ziel des Bewegungstrainings für Krebspatienten ist die Vermeidung von Inaktivität. Dabei gelten vergleichbare Empfehlungen zu Art und Umfang des Bewegungstrainings, wie für gesunde Personen.Weitere Informationen zu diesem Themenkreis finden Sie in der Broschüre „Bewegung bei Krebs“ der Krebshilfe Salzburg. 

www.krebshilfe-sbg.at