1450 - Die schnellste medizinische Beratung

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Die Sozialversicherung startet in Zusammenarbeit mit dem Land Salzburg und dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales eine neue telefonische Gesundheitsberatung. Das Angebot bietet zahlreiche Vorteile: Es ist kostenlos, ortsunabhängig und bietet qualitätsgesicherte Verhaltensempfehlungen auf Basis des medizinisch-wissenschaftlichen Leitfadens.

Vor allem bei Kindern oder älteren Menschen beunruhigen plötzlich auftretende Symptome. Etwa wenn mitten in der Nacht der Zahn pocht, es am Sonntag im Bauch krampft oder ein Insektenstich stark anschwillt. Dann wissen Betroffene oft nicht, was zu tun ist. Können die Schmerzen selbst behandelt werden, soll am nächsten Tag ein Hausarzt aufgesucht werden oder ist die Behandlung durch einen Facharzt oder in einer Notfallambulanz erforderlich? 1450 ist dafür ab jetzt rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr bei gesundheitlichen Problemen erreichbar. Die Hilfesuchenden bekommen unkompliziert und qualitätsgesichert Auskunft über die Dringlichkeit ihrer Beschwerden. Viele Menschen sind bei gesundheitlichen Beeinträchtigungen unsicher, ob eine medizinische Behandlung notwendig ist. Unter der Rufnummer 1450 (ohne Vorwahl in ganz Österreich) berät ab sofort besonders medizinisch geschultes, diplomiertes Krankenpflegepersonal Hilfesuchende, wenn die Gesundheit plötzlich Sorgen macht. Im Bedarfsfall wird der Weg zur richtigen Behandlungsstelle gewiesen. Die Diagnose findet wie gewohnt bei den Ärztinnen und Ärzten statt.

Steuerung zum „Best point of service“

Das neue System ermöglicht somit erstmals eine Steuerung zum „Best point of service“. Aus internationalen Erfahrungen ist bekannt, dass viele Menschen die Dringlichkeit ihrer gesundheitlichen Notfälle falsch einschätzen. Langjährige Erfahrungswerte zeigen, dass es sich bei vier von fünf Fällen um keinen Notfall handelt. Bei den Einschätzungen durch die Betroffenen spielen auch die vielfach nicht gesicherten Informationen aus dem Internet eine Rolle. Mit 1450 sollen vor allem die Spitalsambulanzen entlastet werden: Zwei Drittel der bisherigen Anrufenden wurden nach den Beratungen über 1450 zu Hausärzten, Fachärztinnen oder Therapeuten weitergeleitet – die Patienten bleiben möglichst in der hausärztlichen Versorgung. Rund ein Fünftel der bisherigen Anrufenden in Wien gab etwa an, dass sie ohne die telefonische Gesundheitsberatung in eine Ambulanz gefahren wären. Internationale Daten zeigen weiters, dass rund die Hälfte aller telemedizinischen Fälle abschließend behandelt werden können – ohne weitere Aktivitäten im Gesundheitssystem.

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