Stärken gemeinsam nutzen

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Seit 1. Jänner ist Franziska Moser die neue Pflegedirektion des Universitätsklinikums Landeskrankenhaus. Zudem wird sie Mitte des Jahres auch das Universitätsklinikum Christian-Doppler-Klinik als Pflegedirektorin verantworten. Im PULS-Interview spricht Sie über Ihre Rolle und zukünftige Herausforderungen.

Worin sehen Sie die Herausforderungen in der Führung von 2.500 MitarbeiterInnen, die auf zwei Standorten eingesetzt werden?

Moser: Es ist aus meiner Sicht vernünftig, dass für das Universitätsklinikum eine Pflegedirektorin standortübergreifend verantwortlich ist. Ein wichtiger Punkt ist, dass in einem solchen Verbund Maßnahmen zur Qualitätssicherung in der Pflege und eine Weiterentwicklung der Pflege insgesamt standortübergreifend und abgestimmt ermöglicht werden.

Blicken Sie fünf Jahre in die Zukunft, woran wäre zu merken, dass Ihr Vorhaben geglückt ist?

Moser:  In erster Linie, dass wir eine deutlich spürbare gemeinsame Identität der Pflege am Universitätsklinikum erreicht haben. Ein passendes Beispiel ist der Umgang mit Patienten mit einem herausfordernden Verhalten. Hier liegt das vertiefende pflegespezifische Know-How derzeit überwiegend im Pflegedienst der Christian-Doppler-Klinik. Umgekehrt gibt es sicherlich Bereiche, in welchen der Pflegedienst des Landeskrankenhauses im Sinne eines Kow-How-Transfers in Richtung der Christian-Doppler-Klinik wirken kann. Die regionalen Stärken in der klinischen praktischen Erfahrung ist genau der große Mehrwert dieser Zusammenarbeit.

Was sind aktuelle und zukünftige Herausforderungen im Pflegedienst?                                              

Moser:  Das ist sicherlich das Thema Personal. Bereits die Erfahrungen im Praktikum entscheiden darüber, ob wir uns als Dienstgeber attraktiv genug präsentieren. Heutzutage verhält sich die Arbeitgeber- und Arbeitnehmerrolle anders als in der Vergangenheit. Pflegepersonen stellen uns als Unternehmen ihre jeweilige Leistung für einen bestimmten Zeitraum zur Verfügung. Ob die vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellten Arbeitsbedingungen adäquat sind, entscheiden letztlich die Mitarbeiter. Es ist Teil meiner Aufgabe, den Beruf der Pflege wieder attraktiver zu gestalten.

Was ist darunter zu verstehen?

Moser:  Berufliches Sinnerleben steht für die Sinnhaftigkeit des eigenen Tuns. Eine Pflegeperson erfährt eine hohe intrinsische Motivation, wenn die eigene Tätigkeit als sinnvoll für den Patienten wahrgenommen wird, wenn die Teamkultur und das Pflegemanagement als positiv wahrgenommen werden und es weitgehend keine Widersprüche gibt zwischen dem, was Pflegepersonen an eigenen Interessen, Werten und Fähigkeiten mitbringen und dem, was das Unternehmen an konkreter Leistung fordert. Ausreichende Möglichkeiten zum individuellen Lernen und des persönlichen Wachstums müssen also gegeben sein. 

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