Wir halten den Geist für die Dinge offen, die anders sind!

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Das größte Wunder auf Erden ist das Leben selbst!  Das galt auch für die Familie Maamo. Doch es kam anders. Der Schock und die anfängliche Hilflosigkeit waren groß, als ihr Sohn Rujvan vor einem Jahr mit schweren Erkrankungen zur Welt kam. Mit der professionellen Unterstützung der mobilen Kinderhauskrankenpflege „KIKRA“ macht er heute bereits seine ersten Gehversuche.

Gleich nach der Geburt stellten Mitarbeiter im Krankenhaus fest, dass Rujvan bei seinen ersten Trinkversuchen unter massiven Atemproblemen litt. Eine darauffolgende Untersuchung ergab, dass die Kehlkopfklappe des Neugeborenen kaum vorhanden ist und damit nicht völlig schließt: „Die größte Gefahr bestand darin, dass die verabreichte Nahrung in die Lunge fließen könnte. Deshalb erhielt Rujvan unmittelbar nach der Geburt eine Ernährungssonde durch die Nase“, schildert Walter Schuster, Geschäftsführer bei KIKRA Salzburg, der gemeinsam mit seinem  Team der Kinderhauskrankenpflege dafür sorgte, dass der kleine Rujvan nach der Entlassung vom Krankenhaus bei sich zu Hause all jene Unterstützung erfährt, um seine Sicherheit sowie körperliche wie geistige Entwicklungsförderung von Anfang an zu  gewährleisten.

„Mobile Kinderhauskrankenpflege hinkte nach...“

Vor 23 Jahren gründete Walter Schuster gemeinsam mit Alexandra Beck Österreichs erste Mobile Kinderhauskrankenpflege - kurz  KIKRA - genannt. Während  alte Menschen bereits  eine Betreuung und Pflege durch Mobile Dienstleister beanspruchen konnten, waren Eltern mit kranken und schwerstkranken Kindern Ende der 1990er Jahre noch völlig auf sich gestellt.                                                         Auch die Familie Maamo befand sich, irritiert mit dem Glauben ein gesundes Kind im Arm halten zu können, zunächst in einem Schockzustand, zumal noch andere Erkrankungen wie eine Fehlstellung der Beine und Befürchtungen für mögliche weitere Entwicklungsdefizite auftauchten. „Eine große Hilfe war uns aber, dass sich die Familie sehr lernwillig und kooperativ zeigte. Durch unsere regelmäßigen Besuche, den intensiven Handlungsanleitungen samt Notfallplänen wich der Schock und eine neue Sicherheit rund um das eigene Kind stellte sich ein“, schildert Alexandra Beck, die die Entwicklung des kleinen Mannes seit einem Jahr mit Argusaugen verfolgt. Zusätzliche Krankenhausaufenthalte wollte sie tunlichst vermeiden.

Erfolg durch engmaschige Zusammenarbeit aller Agierenden

Ein wesentlicher Faktor in der Pflege und Betreuung sowie der gesamten Entwicklungsförderung eines schwerkranken Kindes fußt auf einer engmaschigen Zusammenarbeit aller agierenden Organisationen, Personen und Therapeuten Im Fall von Rujvan kommen regelmäßig Logopädie und Physiotherapie zum Einsatz und all das zeigt bereits seine Wirkung. Trotz Beinfehlstellung sowie einer mittlerweile operativ eingesetzten Magensonde, macht Rujvan seine ersten Gehversuche. „Der nächste große Schritt liegt in der Aufnahme von Nahrung“, erklärt Alexandra Beck, aber das wird noch ein wenig dauern, denn schließlich ist sogar ein für uns langweiliges Joghurt für ihn eine wahre Geschmacksexplosion. Und auch hier gilt das Motto von KIKRA: Nichts und niemanden überfordern und den Geist stets für Dinge offen halten, die eben anders sind! 

Kinderhauskrankenpflege 
Salzburg
Faberstraße 7a
5020 Salzburg
Tel +43 (0)650 / 22 55 888
www.kikra.at