Alarmsignal - länger anhaltende Kreuzschmerzen

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Wer über einen längeren Zeitraum Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule hat, sollte die Ursache abklären lassen. Ziel jeder Behandlung ist eine Verbesserung der Schmerzsituation und ein Wiedergewinnen von Lebensqualität.

Kreuzweh gilt als Volkskrankheit. Fast jeder klagt irgendwann über Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule. Möglich, dass sie nach kurzer Zeit wieder verschwinden. Doch wenn diese Schmerzen über einen längeren Zeitraum anhalten und vielleicht sogar mit Lähmungen oder neurologischen Ausfällen einhergehen, ist das ein Alarmsignal. „Jedes andauernde Wirbelsäulenproblem sollte man sehr ernst nehmen“, raten Helmut Hiertz und Wolfgang Piotrowski. Die beiden Neurochirurgen bilden zusammen mit Stephan Emich das Team der Neurochirurgen des Wirbelsäulenzentrums im Medizinischen Zentrum Bad Vigaun. Hiertz etwa legt starkes Augenmerk auf die Rolle des Ilio-Sacral-Gelenks bei Kreuzschmerzen. Dieses wird bei der Diagnose oft wenig beachtet. Dabei ist es immerhin für rund 25 Prozent aller Kreuzschmerzen verantwortlich. Als Präsident der österreichischen Gesellschaft für Wirbelsäulenchirurgie geht es Hiertz darum, den Menschen die Angst vor einer möglichen Operation im Bereich der Wirbelsäule zu nehmen. „Man sollte dauernde Schmerzen nicht einfach hinnehmen“, meint Hiertz: „Jeder hat ein Anrecht auf Lebensqualität, das ist keine Frage des Alters.“ 

Gesamte Bandbreite an Therapien

Der erste Schritt ist immer eine umfassende Diagnose. „Die Kunst ist, im Gespräch mit dem Patienten herauszufiltern, wo der eigentliche Schmerz sitzt. Oft tut es ja – etwa durch Fehlbelastungen – an mehreren Stellen weh“,  sagt der Neurochirurg Stephan Emich. Er operiert sowohl minimalinvasiv mikrochirurgisch als auch konventionell und kann damit aus der gesamten Bandbreite an Therapien und Implantaten die jeweils für den Patienten passende Behandlung auswählen. Neben dem Patientengespräch und der genauen neurologischen Untersuchung sind die bildgebenden Verfahren die Basis, um die individuelle Problematik des Patienten zu diagnostizieren. Für die Ärzte des Wirbelsäulenzentrums in Bad Vigaun steht immer eine konservative Therapie an erster Stelle. „Eine gezielte Infiltration kann die Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule lindern“, nennt Emich eine Möglichkeit. Erst wenn die konservativen Methoden keinen Erfolg bringen, sollte die Entscheidung für eine Operation fallen, sind sich Hiertz und Emich einig. Wichtig ist ihnen dabei, in intensiven Patientengesprächen eine realistische Erwartungshaltung zu schaffen. Es ist nämlich durchaus möglich, dass der Patient auch nach der Operation noch Schmerzen hat – allerdings sollten sie seine Lebensqualität nicht mehr belasten. Ein anschließender Reha-Aufenthalt im Medizinischen Zentrum Bad Vigaun unterstützt diesen Schritt zurück in den Alltag. Der große Vorteil: Die Patienten werden dabei vom selben medizinischen und therapeutischen Team unterstützt wie bei der Operation. Man fühlt sich einfach gut aufgehoben.

 

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