Das weiße GOLD

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Als Salzwasser kommen 97 Prozent des gesamten Wasservorkommens auf unserer Erde in unseren Weltmeeren vor. Die restlichen drei Prozent – 48 Millionen Kubikkilometer – sind Süßwasser, davon sind drei Viertel als Gletscher an Nordpol und Südpol gebunden. Die für die Trinkwassergewinnung wichtigste Unterscheidung ist jene in Grundwasser und Oberflächenwasser. Für gewöhnlich ist Grundwasser durch die Filterung vieler Gesteinsschichten wesentlich reiner als das Oberflächenwasser in Seen oder Flüssen. Regen, Schnee oder Hagel treffen auf die Erdoberfläche und versickern. Dort trifft das Wasser auf verschiedenste Gesteinsschichten wie Lehm, Fels, Kies oder Sand. Es gibt wasserdurchlässigere Gesteinsschichten und wasserundurchlässigere Gesteinsschichten. Trifft das Wasser auf Kies, so versickert es zwar schnell, wird aber nicht so gut gereinigt.  

Wem gehört das Salzburger Wasser?

In Salzburg ist das Wasser fest in öffentlicher Hand: Der Großteil der Trinkwasser-Anlagen wird von den Gemeinden oder von Wasser-Genossenschaft betrieben. Insgesamt sind es 75 kommunale Wasserversorger und 539 Wassergenossenschaften. Dabei handelt es sich durchwegs um kleinräumige Versorger. Demgegenüber stehen drei private Großversorger, der größte davon, die Salzburg AG, ist ebenfalls in öffentlicher Hand (Stadt Salzburg, Land Salzburg und Energie AG Oberösterreich). Damit das auch so bleibt fordert Thomas Kattnig, „Right2Water“-Koordinator für Österreich, Wasser aus allen Liberalisierungsbestrebungen auszunehmen: „Wasser ist die Grundlage des menschlichen Lebens und muss auch im Binnenmarkt besonders behandelt werden.“ Verantwortlich für Wasserqualität und die Leitungswartung sind bei den kommunalen Versorgern die Bürgermeister und bei den Wassergenossenschaften die Obmänner. Gefahren für die Wasserqualität sind Verschmutzungen im Quellgebiet, etwa durch Fäkalien von Tieren.  Geleistet wird ein großer Teil der Arbeit von Ehrenamtlichen. In Salzburg wurde der „Dachverband der Salzburger Wasserversorger“ gegründet, eine Stabstelle beim Land zur Unterstützung und Vernetzung der vielen Anlagen-Betreiber. Mit dem Salzburger Wasser-Dachverband ist es auch gelungen, genügend Ehrenamtliche zu motivieren, ohne die eine kostengünstige Wasserversorgung nicht funktionieren würde. 

WASSER ALS MENSCHENRECHT 

Erst im Jahre 2010 wurde seitens der Vereinten Nationen der Anspruch auf sauberes Wasser und Sanitärversorgung explizit als allgemeines Menschrecht festgeschrieben. 41 Staaten darunter Österreich enthielten sich der Stimme. Um dieses fundamentale Menschenrecht tatsächlich allen Menschen zugänglich zu machen, würde es nicht nur enormer finanzieller Mittel bedürfen, sondern vor allem einer umfassenden Kooperation aller Staaten weltweit. Aktuell haben zur Zeit noch immer fast 900 Millionen Menschen keinen ausreichenden Zugang zu sauberem Wasser. Alle dreieinhalb Sekunden stirbt daher ein Kind, nur weil es kein sauberes Wasser hat!

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