Arnulf Hartl Pionier der Ökomedizin

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Von Dr. Brigitte Gappmair

Es begann mit den Krimmler Wasserfällen: Arnulf Hartl, eigentlich Laborwissenschaftler, dessen Fokus ursprünglich auf der Entwicklung von Impfstoffen lag, und der in den Bergen eher als Hobby-Berggeher unterwegs war, wurde zum begeisterten Ökomedizin-Wissenschaftler. Mit dem Forscherdrang, wie es um die Heilkraft der Alpen bestellt ist. Anstoß war eine an ihn herangetragene Frage: Könnte es sein, dass von den Krimmler Wasserfällen eine positive gesundheitliche Wirkung ausgeht, und ob man das wissenschaftlich untersuchen könnte? Neugierig geworden, rückte der Immunologe, mit Mäusen im Gepäck, zu den Krimmler Wasserfällen aus. Das war vor mehr als zehn Jahren. Mittlerweile ist der Medizin-Forscher Leiter des Instituts für Ökomedizin an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU) in Salzburg. Er gilt als ein Vorreiter der evidenzbasierten Naturmedizin. Wissenschaftliche Beweise zu erbringen, ist dabei von zentraler Bedeutung. Und die liefert der Ökomedizin-Institutsleiter in seinen Studien. Dass Wandern in den Bergen nicht nur gesund ist, sondern auch gesund macht, ist dabei eine der medizinisch gesicherten Erkenntnisse. Aber zurück zum Anfang, zu den Krimmler Wasserfällen: Als der Immunologe das erste Mal vor den Krimmler Wasserfällen stand, war er, wie es jedem dabei ergeht, beeindruckt: „Es ist ein unglaublich erhebendes Gefühl an diesen immens großen Wasserfällen zu stehen, wo Unmengen an Wasser an Felsen zerschellen und dabei riesige Aerosolwolken entstehen, von denen ein feiner Sprühregen ausgeht“, beschreibt er seinen Eindruck. „Wie wirkt das bei allergischem Asthma, diese kleinen Tröpfchen könnten doch etwas auslösen?“, interessierte ihn die Frage, ob es auch medizinisch relevant sein könnte. Und so ist es: Die Krimmler Wasserfälle helfen bei allergischem Asthma, wie sich zunächst anhand der Mäuse nachweisen ließ. Wenig später konnte auch bei einer klinischen Studie mit Kindern mit allergischem Asthma eine positive Wirkung festgestellt werden: Der Sprühregen der Wasserfälle ist der Asthmaspray der Natur.

Jeden Tag 10.000 Schritte 
Gehen, Wandern, Bergtouren - Bewegung ist gesund – das ist mittlerweile weltweit anerkanntes Ergebnis medizinischer Forschungen.
Wichtig ist Bewegung, um Zivilisationskrankheiten vorzubeugen.
Von der WHO gibt es die Empfehlung, jeden Tag mindestens 7 Kilometer zu gehen, um einen positiven, gesundheitlichen Effekt zu erreichen. 
Das entspricht den täglich 10.000 Schritten, die auch von Fitness-Apps empfohlen werden, und die Gesundheitsbewusste als Latte verinnerlicht haben.
Wie viele Schritte es, umgelegt auf 7 Kilometer sind, hängt allerdings von der Körpergröße und damit davon ab, wie groß die Schritte sind.
Bei einer Körpergröße von ca 1,70 kommt man auf die 10.000 Schritte, bei kleineren Menschen sind es mehr als die sprichwörtlichen 10.000 Schritte, bei größeren weniger.