Impfpflicht: Aufklärung oder Zwang

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Impfungen sind wirksame Maßnahmen, um Infektionskrankheiten vorzubeugen. Angesichts der gestiegenen Zahl von Masernerkrankungen hat sich eine breite Diskussion zum Thema Impfpflicht für Kinder entwickelt. Während sich die Ärztekammer Österreich für eine Impfpflicht ausspricht, herrscht in den Ländern Uneinigkeit. Salzburgs Landeshauptmann Wilfried Haslauer plädiert in einem ersten Schritt für Aufklärung statt für Zwänge und erklärt in PULS seinen Standpunkt. 

Wie begründet sich Ihre Skepsis zur verordneten Impfpflicht – vor allem im Hinblick auf den Herdenschutz bei Impfungen?

Haslauer: Eine besondere Skepsis gilt der Tatsache, dass durch die Impfpflicht Impfgegner nur stärker mobilisiert werden würden. Um aber nicht die Impfgegner gezielt zu erreichen, sondern jene, die zum Beispiel Auffrischungsimpfungen übersehen, setzt das Land Salzburg auf Aufklärung, sowie auf die Umsetzung des neuen E-Impfpasses und Impfregisters. Mit dem neuen Impfregister sind automatische Erinnerungen vorgesehen, die dann die Menschen zum Impfen mobilisieren und so die Durchimpfungsrate erhöht werden kann. 

Welche Maßnahmen sind in Sachen Aufklärung rund um die Impfpflicht geplant – wie soll diese aussehen?

Haslauer: In Salzburg wird mit ständigen Aufklärungskampagnen, die über Schulen, Ärzte, Versicherungen, Behörden sowie diverse Medien an die Bevölkerung herangetragen werden, die Wichtigkeit der Impfungen betont und auf Impfungen aufmerksam gemacht. Salzburg bietet auch immer wieder Impfaktionen an, bei denen jene Impfungen, die nicht gratis sind, finanziell unterstützt würden.

 

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