Neue Osteoporose-Therapie in Begutachtung Romosozumab

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat ein neues Mittel zur Behandlung von Frauen mit Osteoporose und hohem Frakturrisiko zugelassen. Romosozumab (Evenity™) von Amgen war allerdings erst im zweiten Anlauf erfolgreich, weil es zwar sehr wirksam vor Knochenbrüchen schützt, aber als Nebenwirkung das Risiko für kardiovaskuläre Komplikationen erhöht.                                                           Evenity ist nun ausschließlich zugelassen zur Osteoporose-Behandlung von postmenopausalen Frauen mit hohem Frakturrisiko, also osteoporotischen Frakturen in der Vorgeschichte, mehreren Risikofaktoren für Brüche oder ungenügender Wirkung oder Unverträglichkeit anderer Osteoporose-Medikamente. Auf das erhöhte kardiovaskuläre Risiko weist eine umrahmte Warnung in Beipackzettel und Fachinformation hin. Patientinnen, die innerhalb eines Jahres vor Behandlungsbeginn einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall erlitten haben, sollen das Medikament nicht erhalten. Andere häufige Nebenwirkungen waren Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen und Reaktionen an der Injektionsstelle.  

Knochenbildung wird angeregt                                                                                                                    

Romosozumab ist ein gegen Sklerostin gerichteter monoklonaler Antikörper. Dieses Glykoprotein hemmt im Knochen die Neubildung und kurbelt den Abbau an, wirkt also katabol. Durch Romosozumab wird die Wirkung von Sklerostin gehemmt und so die Bildung von neuem Knochen angeregt. Der neue Wirkstoff wird als subkutane Injektion verabreicht. Da die Wirkung von Romosozumab nach zwölf Monaten abnimmt, sollten insgesamt maximal zwölf Injektionen gegeben werden. Danach sollten die Patienten ein Osteoporose-Medikament erhalten, das den Knochenabbau hemmt. Derzeit ist Romosozumab bei der EMA (European Medicines Agency) zur Begutachtung eingereicht. Mit einer Bewilligung ist vor Herbst kaum zu rechnen.

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