Qualität ist ein homogenes Wachstum

von Mag. Christoph Archet

Zum Amtsantritt als neuer Rektor der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU) fordert Wolfgang Sperl mehr Geld für die Forschung und strebt eine Qualitätssteigerung der Uni an.

Als Stifter der Paracelsus Medizinischen Privat­universität (PMU), Mitglied in der Curriculumsentwicklung und Universitätsprofessor für Pädiatrie ist er der Paracelsus Universität schon seit deren Gründung 2002 eng verbunden. Sperl ist als Rektor für beide Standorte der Universität, Salzburg und Nürnberg, verantwortlich. Seine Funktionen als Vorstand der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde Salzburg und Leiter des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin am Uniklinikum Salzburg wird er noch bis nächstes Jahr parallel zu seinem Rektorsamt wahrnehmen.

Campus stärken                                                                                                                                                         

Erstes Ziel des neuen Rektors ist dort anzuknüpfen, wo sein Vorgänger Herbert Resch aufgehört hat. „Ich vergleiche das mit einem Staffelholz. Meine Intention ist es in Sachen Geschwindigkeit, Leistung und in der Qualität einen nahtlosen Übergang zu ermöglichen. Weiters möchte ich in der Forschung verdichten. Wir haben zwei Forschungszentren gebildet: Die Regenerationsforschung und neue Therapien sowie Public Health und Versorgungsforschung. Diese Schwerpunkte wollen wir mit der Paris Lodron Universität verknüpfen, aber auch mit der Fachhochschule Salzburg und anderen Partnern der Salzburger Hochschulkonferenz und dadurch den Wissensinput und -transfer steigern“, so Sperl. Sein zweites Ziel ist es den Campus-Gedanken noch viel deutlicher nach außen zu tragen. Dabei geht es um das Zusammenwachsen der Paracelsus Universität und des Universitätsklinikums Salzburg zu einem gemeinsamen Campus, unter anderem, um den Einfluss der PMU im vorklinischen und klinischen Bereich zu stärken und in der Gesamtheit beider Partner zu leben. Geht es nach den Wünschen von Wolfgang Sperl braucht es auch mehr Geld für Forschung im Uniklinikum, etwa für Regeneration und neue Therapien. Ein weiterer Anspruch ist die Qualitätssicherung und Qualitätssteigerung. „Mir ist wichtig, dass die Qualität der Privatuniversität weiter steigt. Eine gesunde Qualitätssteigerung muss mit dem Außen und Innen einhergehen. Ich wünsche mir, dass die PMU weiter gesund wachsen darf. Und dass letztlich der Student auch seine persönliche Betreuung findet. Deshalb wollen wir nicht in die Masse gehen und in eine nicht mehr kontrollierbare Routine verfallen“, erklärt Uni-Rektor Wolfang Sperl.

Potenziale nützen

Viel Forschungspotenzial sieht Sperl in einer intensiven Zusammenarbeit zwischen den PMU-Standorten Salzburg und Nürnberg mit dem Uniklinikum Salzburg und dem Klinikum Nürnberg. Sperl: „Ich glaube das Potenzial zweier großer Krankenhäuser kann man nicht hoch genug einschätzen, wenn man einzelne Fragestellungen gemeinsam untersucht. Ich denke Nürnberg und Salzburg steigern das Universitätsmedizinpotenzial. Durch die größeren Fallzahlen beider Standorte, etwa im Bereich der Geburtenforschung, kann die Universität unkompliziert Untersuchungen anstellen, mit denen man in einer Liga mit Weltgroßstädten liegt. Dieses Potenzial muss man nutzen.“