SALK: Universitätsklinik für Neurologie neues Expertisezentrum für seltene und komplexe Epilepsien

Das Gesundheitsministerium hat die Universitätsklinik für Neurologie zum österreichweit ersten und einzigen Expertisezentrum für seltene und komplexe Epilepsien ernannt. Damit ist auch ein bundesweiter Versorgungsauftrag verbunden. 

Etwa ein Prozent der Bevölkerung leidet an Epilepsie – rund zwei Drittel der Betroffenen können mit den verfügbaren Medikamenten optimal behandelt werden. Ein Drittel entfällt jedoch auf den Bereich der seltenen und komplexen Epilepsien. Jeder dieser Patientinnen und Patienten benötigt eine individuelle Diagnose und Therapie. Jährlich werden in der Christian-Doppler-Klinik 1500 bis 1900 Betroffene behandelt.                                                                                                                                         

Meilenstein                                                                                                                                         

Für den Leiter der Universitätsklinik für Neurologie, Primar Eugen Trinka, ist die offizielle Designation, eine Bestätigung jahrelanger Arbeit: „Das ist für Salzburg und ganz Österreich ein Meilenstein in der Versorgung von Epilepsiepatienten. Wir haben in den vergangenen zehn Jahren den Schwerpunkt konsequent verfolgt und ausgebaut. Dazu können wir nun unseren Patienten die modernsten diagnostischen Möglichkeiten und Therapien bieten.“                                                                                                                       Mit der Ernennung durch das Bundesministerium kann die Neurologie nun auch als Vollmitglied in das EU-weite Referenznetzwerk EpiCARE aufgenommen werden. Über EpiCARE tauschen sich Spitzenmediziner und Forscher europaweit aus – auch in Form von regelmäßigen Videokonferenzen: „Nicht die Patientinnen und Patienten müssen wandern, sondern das Wissen wandert zu ihnen“, so Primar Trinka. Er ist seit der Gründung von EpiCARE im Jahr 2016 Mitglied im achtköpfigen Steuerungskomitee und zeichnet für die Erstellung von Richtlinien des Referenznetzwerks verantwortlich. 

Expertisestandort Salzburg                                               

SALK-Geschäftsführer Paul Sungler weist darauf hin, dass die Neurologie bereits das dritte bundesweite Expertisezentrum der Uniklinikums Salzburg ist: Das EB-Haus Austria wurde bereits seit 2016 zum Expertisezentrum für seltene Haut-Erkrankungen designiert; die Universitätsklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie ist seit Mai 2019 Expertisezentrum für Fehlbildungen im Gesichtsbereich. „Die mittlerweile drei Expertisezentren zeigen eindrucksvoll, wie hoch die medizinische Qualität des Uniklinikums Salzburg ist. Wir bietet unseren Patientinnen und Patienten Diagnose und Therapie auf internationalem Spitzenniveau“, betont Sungler.

„Wir bietet unseren Patientinnen und Patienten Diagnose und Therapie auf internationalem Spitzenniveau.“
Primar Univ. Prof. Dr. Mag. Eugen Trinka 
Vorstand der Universitätsklinik für Neurologie, neurologische Intensivmedizin und Neurorehabilitation, Mitglied im Steuerungskomitte des EU-Referenznetzwerks EpiCARE.