Gesundheitlichen Schäden vorbeugen: Regelmäßige Reha auch in Corona-Zeiten

Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv
 

BAD GASTEIN. Rheuma-Patient Heinrich Perner hat kürzlich eine stationäre Rehabilitation im Klinikum Bad Gastein absolviert – zum bereits 18. Mal. Der Tamsweger leidet seit rund 20 Jahren an der Rheumaform Morbus Bechterew, die mit chronischenSchmerzen und eingeschränkter Mobilität einhergeht. Die regelmäßige Reha beeinflusst den Verlauf positiv.

Viele Jahre litt der heute 51-Jährige an starken Schmerzen im Gesäßbereich und in den unteren Lendenwirbeln, die vor allem nachts auftraten und in die Hüftgelenke ausstrahlten. Drei Jahre dauerte es bis zur Diagnose Morbus Bechterew (Spondylitis ankylosans), Heinrich Perner war damals 32 Jahre jung. Seither kommt der Landwirt und Autobahnpolizist jährlich zur stationären Reha ins Klinikum Bad Gastein. „In meinen beiden Berufen muss ich körperlich fit und beweglich sein. Mein Ziel ist, die Versteifung der Wirbelsäule möglichst lange hinauszuschieben oder zu verhindern. Außerdem möchte ich meine Beweglichkeit erhalten und die Schmerzen einigermaßen in den Griff kriegen. Das Gasteiner Thermalwasser ist von Natur aus mit Radon angereichert und hat eine positive Wirkung bei Rheumakrankheiten. Die Bäder im Thermalwasser und die physiotherapeutischen Behandlungen sind sehr wichtig für mich. Die Wirkung hält bei mir fast ein dreiviertel Jahr an“, berichtet Heinrich Perner.

Rückschläge beim Heilungsverlauf vermeiden

Bei chronischen Erkrankungen wie Rheuma oder Osteoporose kann sich der Gesundheitszustand merkbar verschlechtern, wenn eine notwendige Rehabilitation nicht angetreten wird. Im schlimmsten Fall sind die Folgen sogar unwiderruflich. „Mit regelmäßiger Rehabilitation wird Einfluss auf den Verlauf der Erkrankung genommen, im besten Fall kann sie sogar gestoppt werden. Das ist im Hinblick auf eine selbstständige Lebensführung und die Erwerbsfähigkeit wesentlich“, rät Primaria Dr.in Renata Čop den Betroffenen, den Antritt einer stationären Reha nicht aufzuschieben.

Sicherheit hat oberste Priorität

Die Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen in der Sonderkrankenanstalt sind äußerst umfangreich, damit das Risiko einer Corona-Infektion so gering wie möglich gehalten wird. Die Abläufe in der Reha wurden unter dem Aspekt der Sicherheit adaptiert, die Patienten erhalten aber dennoch alle medizinischen und therapeutischen Behandlungen. „Die Reha in Corona-Zeiten war anders als bisher gewohnt, aber ich habe die Zeit intensiv genutzt, um mich mit meiner Krankheit zu beschäftigen, und mein Wissen dazu erweitert. Und die zusätzliche Ruhe brachte eine Entspannung, die mir persönlich guttut“, so Heinrich Perner.

www.klinikum-badgastein.at

Das Salzburger Magazin für Medizin, Gesundheit und Freizeit

Email:

office@pulsmagazin.at

Telefon:

+0699 699 11810847