Sein Herz schlägt Blues

Sein Herz  schlägt Blues
Dr. Martin Linke (Sport) Kardiologe

Martin Linke spielte mit fünf Jahren nicht in der Sandkiste, sondern in der Arztpraxis seines Vaters. Damals wusste er bereits, dass er unbedingt Arzt werden wollte. Vor einigen Jahren zog er mit seiner Praxis von München nach Salzburg – ganz spontan. 

„Wir saßen gemütlich bei einem Bier zusammen und meine Freunde fragten plötzlich, warum ich nicht nach Salzburg zu ihnen komme?“, erzählt der Kardiologe. Gesagt – getan: Vier Wochen später eröffnete er bereits seine Praxis im Andräviertel. Zu München hat er dennoch eine Verbindung: „Meine Frau ist Münchnerin, wir pendeln gemeinsam viel zwischen Salzburg und München.“ 

An der Mozartstadt gefällt ihm besonders die familiäre Lebensweise und dass alles in fußläufiger Distanz oder zumindest mit dem Rennrad gut erreichbar ist. „Außerdem bin ich passionierter Skifahrer und man ist hier ruck zuck in den Bergen“, ergänzt Dr. Linke. Seine Männergruppe verschlägt es im Winter gerne nach Gastein. Er schätzt seinen Lebensstil mit zwei Heimatstädten und hat so „das Beste aus beiden Welten“. 

Gitarrenbau neben der Hobbypraxis

Auch mit seinen Leidenschaften bewegt er sich nicht nur in einer Welt, denn neben der Medizin fasziniert ihn auch das Handwerk des Gitarrenbaus „Im Moment arbeite ich an meiner vierten akustischen Gitarre. In der Werkstatt kann ich richtig abschalten“, gibt der Arzt Einblick. Früher habe er auch in einer Rockband gespielt und war Teil einer Bigband. Als Lieblingsmusik fällt Dr. Linke als Erstes Blues ein, bei seiner Arbeit bleibt es allerdings still: „Da muss ich mich konzentrieren.“

Zwei bis dreimal die Woche geht er noch in seine „Hobbypraxis“, wie er sie selbst mit Augenzwinkern nennt, da der Kardiologe offiziell bereits in Pension sein könnte. Es sei einfach so motivierend zu sehen, dass man etwas bewirken könne und dabei ein gesundes Engagement für seine Mitmenschen zeigt. 

Engagement verhalf zu „blühendem Leben“

Ein Patient war ihm für seinen Einsatz ganz besonders dankbar: „Er hatte sehr viele Lungenembolien, man hat ihm ansehen können, wie er immer weniger wurde und quasi schon todgeweiht war“, erinnert sich Dr. Linke, der alle Hebel in Bewegung setzte und ihm letztendlich helfen konnte, bis der Mann wieder wie das „blühende Leben“ aussah. Nach 25 Jahren kam der Patient wieder in seine Praxis und brachte Dr. Linke einen großen Geschenkkorb mit den Worten: „Das ist mein 25. Geburtstag und den verdanke ich Ihnen.“

Für die Zukunft der Medizin wünscht sich Dr. Linke weniger Politik in der Medizin und weniger Einengen durch die Krankenkassen. Er selbst möchte auf seinem weiteren Weg stets offen, engagiert, zugewandt und konsequent bleiben.

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