Ganzkörperworkout mit Stand up Paddling

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von Dr. Anita Birklbauer

SUP - der Sommersport mit Erfrischunngsfaktor erlebt seit einiger Zeit einen regelrechten Boom. Und es können auch einige gesundheitsfördernde physische Herausforderungen verbunden werden.

SUP ist ein perfektes Rundum-Training. Bevor man aber in die Sphären des fortgeschrittenen SUP-Bereichs eintaucht, heißt es erst mal die Grundlagen zu erwerben: sicherer Stand, ausreichende Ausdauer und Koordination und natürlich Schwimmkenntnisse. Ganz wichtig ist auch das richtige Brett: Einsteiger sollten ein relativ großes und breites SUP Board benutzen. So lässt sich am Anfang leichter die Balance halten und der Spaß geht gleich los. Das erste Herantasten ans Board kann auch im Trockenen passieren. Hier geht es einfach mal um das Ausprobieren, wie wackelt das Board, was passiert beim Aufstehen oder beim nach vorne oder zurück Balancieren.

Kraft, Ausdauer, Koordination

Nach dem Trockentraining geht es natürlich ins Wasser. Koordination  ist auch dort Trumpf, um gut am Board zu stehen - das Wasser ist ja nie gleich, die Wellen oder der Wind sind immer ein bisschen anders und da muss entsprechend reagiert werden. Neben der Koordination ist SUP ein perfektes Training für die Rumpfmuskulatur, die bei vielen Menschen oft weniger gut trainiert ist. Neben dem Rumpf werden bei der Paddelbewegung Arme und Schultergürtel und natürlich Becken und Beine trainiert. SUP bedeutet somit nicht nur Koordination, sondern auch Kraft und Ausdauer.

Sturz- & Präventionstraining

Ein weiterer Vorteil des SUP liegt auch darin, dass kleinere, tiefer liegende Muskelgruppen beansprucht werden, auf die oft beim Training vergessen wird. Durch das Wackeln werden genau diese Muskeln trainiert, die man von außen nicht anfassen kann und die selten explizit trainiert werden. Aber genau diese Muskeln sind besonders wichtig. Wir brauchen sie zum Beispiel im Sprunggelenk, um entsprechend auf Reize reagieren zu können, wenn wir umböckeln. Somit ist SUP auch ein perfektes Sturz- und Präventionstraining.

Koordinationsspiele

Für leidenschaftliche SUPs lassen sich Koordination und Gleichgewicht auch auf dem Brett perfekt trainieren. Weitere lustige Koordinationsübungen macht auch ein Boardtausch möglich. Dabei geht es erstens darum, das Gleichgewicht auf dem Board zu halten und dann auch noch die Boards zu tauschen. Anfangs vielleicht einfach mal kniend versuchen, von einem Board auf das andere zu wechseln, dann kann man schon ins Stehen übergehen oder später dann in verschiedenen Sprungvarianten den Tausch durchführen. Beim Tauschen fließt gleichzeitig wieder ein gewisses Wahrnehmungstraining mit ein, denn man erfährt dabei, wie sich die unterschiedlichen Positionen auf dem Board auf das Gleichgewicht und auf die Führungsmöglichkeiten eines Boards auswirken.