Schwarzacher Chirurgen zeigen spezielles Verfahren zur Behandlung von Enddarmkrebs

Das Hamburger MIC-Symposium ist das größte Symposium für minimal-invasive Chirurgie in Deutschland. Das Herzstück der hochkarätigen Veranstaltung bilden Live-Übertragungen von Operationen aus internationalen Expertise- und Referenzzentren. Unter den prominenten Adressen wie der Johns Hopkins University (Baltimore/USA), dem King Faisal Specialist Hospital & Research Centre (Riad/Saudi Arabien) oder dem renommierten Uniklinikum Hamburg Eppendorf findet sich auch das Kardinal Schwarzenberg Klinikum aus Schwarzach.

Präzise Entfernung von Rektumkarzinomen

Live aus Schwarzach übertragen wurde eine von Primar Reiko Wießner (Leiter Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie) und Oberarzt Heimo Ulcar durchgeführte transanale Totale Mesorektale Exzision (TaTME). Dabei handelt es sich um ein minimalinvasives chirurgisches Verfahren zur Behandlung von Enddarmkrebs (Rektumkarzinom) bei besonders dicht am Schließmuskel sitzenden Tumoren. „Die Technik ist komplex und erfordert spezialisiertes Know-how: Während ein Chirurg laparoskopisch – also in sogenannter Schlüssellochtechnik – vom Bauchraum aus operiert, führt ein zweiter Operateur den Eingriff endoskopisch durch den Anus (transanal) durch. Die Kombination von endoskopischem und laparoskopischem Zugang und die damit verbundene direkte Sicht auf den tumorösen Darm ermöglicht eine schonende und präzise Entfernung von Rektumkarzinomen knapp oberhalb des Schließmuskels. Zu den großen Vorteilen der Methode zählt, dass so bei einer Vielzahl von Patienten der Schließmuskel und somit die Kontinenz erhalten bleiben kann“, erläutert Wießner, und ergänzt: „Vorher haben diese Patienten immer eine komplette Entfernung des Enddarmes erhalten mit der Anlage eines künstlichen Darmausganges für den Rest des Lebens.“ In Schwarzach wurde diese Methode 2020 etabliert und bereits mehr als 30 Patienteninnen und Patienten bei diesem speziellen Patientenklientel mit sehr tiefsitzendem Darmkrebs operiert.

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