Krebsvorsorge: Sonne ohne Reue

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Der Sommer naht und uns alle zieht es hinaus ins Freie. Für viele beginnt nun die schönste Jahreszeit. Und nach den vielen Entbehrungen, die wir mit Corona erleben mussten, ist der Drang nach Draußen dieses Jahr wohl doppelt stark. Endlich wieder Sommerfrische, Schwimmen, Radfahren, Spielen und Toben. Gerade für Familien mit Kindern wird der heurige - schon lang ersehnte - Sommer eine Wohltat. 

Damit der Spaß im Freien aber keine bleibenden Hautschäden hinterlässt ist der richtige Umgang mit der Sonne wichtig: „Wir alle sehnen uns sehr nach Sommertagen und Erholung an der frischen Luft. Der Drang ins Freie ist groß und wir wollen endlich die Tage wieder entspannt genießen können. Wir sollten es dabei aber nicht übertreiben bzw. sollten wir von Beginn an den richtigen Sonnenschutz denken“, so Krebshilfe Geschäftsführer Mag. Stephan Spiegel. „Was wäre das Leben ohne Sonnenschein? Die Sonne gibt uns Licht, spendet Wärme und Wohlbefinden. Licht fördert die Bildung von Vitamin D, das für den Aufbau und Erhalt der Knochen benötigt wird. Unser Körper kommt dabei mit ganz wenig Sonne aus: ein Spaziergang pro Woche oder vier Minuten pro Tag reichen. Die Vitamin D-Bildung funktioniert auch bei bedecktem Himmel! Kurz gesagt: Wir brauchen die Sonne. Aber wir sollten sie auch ganz ohne Reue genießen können, denn wie bei so vielen schönen Dingen hat auch die Sonne eine Schattenseite. Extreme und intensive Sonnenbestrahlung kann Hautkrebs verursachen! Der vernünftige Umgang mit der Sonne ist daher der wichtigste Teil der Hautkrebs-Vorsorge. Durch effizienten Sonnenschutz – natürlichen Schatten, Sonnencreme und Sonnenschutzkleidung – können Sonnenbrände vermieden werden“, so Spiegel. Heute weiß man, dass die Zahl der (insbesondere in der Jugend) entstandenen Sonnenbrände direkt mit dem Hautkrebsrisiko zusammenhängt. Ebenso mit dem Hauttyp: Hautkrebs kommt wesentlich häufiger bei Menschen mit heller Haut, hellen Haaren, hellen Augen und Sommersprossen, als bei brünetten oder dunkelhaarigen Menschen mit dunklerer Haut vor.

UV-Strahlen

Das Sonnenlicht, das auf die Erdoberfläche trifft, setzt sich aus ultravioletter (UV) Strahlung, dem sichtbaren Licht und der Infrarot-Strahlung zusammen. UV-Strahlen sind sehr energiereich und können – wenn man ihnen ungeschützt ausgesetzt ist – Hautschäden verursachen. Neben dem Sonnenbrand, der ein direkter Schaden durch UVB-Strahlen ist, können auch UVA-Strahlen längerfristig die Haut schädigen. „Heute wissen wir, dass die lichtbedingte Hautalterung mit einem typischen Faltenbild, Schlaffheit und Pigmentstörungen durch jahrelanges Einwirken von UVA-Strahlen entsteht“, so Spiegel.Der UV-Index ist ein internationales Maß für die Stärke der UV-Strahlen der Sonne. Je höher der UV-Index, desto intensiver und schädlicher ist die UV-Strahlung. Die Intensität der UV-Strahlung hängt stark von der geografischen Lage, der Tages- und Jahreszeit, der Höhe über dem Meeresspiegel und dem Wetter ab. Der UV-Index wird mit einer Zahl von 1 bis 11+ dargestellt. Die Zahl zeigt die Stärke der UV-Strahlung: je höher, desto stärker die UV-Strahlung. Die Medizinische Universität Innsbruck, Sektion für Biomedizinische Physik, erstellt täglich eine Prognose für den UV-Index für verschiedene Regionen und Höhenlagen. Die Werte können Sie online abrufen unter: www.uv-index.at 

UV-INDEX

1 – 2 
schwache Strahlung,
kein Schutz erforderlich 

3 – 5
mittlere Strahlung,
Schutz: Hut, T-Shirt, Sonnen­brille, Sonnencreme 

6 – 7
hohe Strahlungsbelastung,
Schutz: Hut, T-Shirt, Sonnebrille, Sonnencreme. Über Mittag (11-15 Uhr)  im Schatten bleiben 

8 – 10 
sehr hohe Strahlungsbelastung,
Schutz: Hut, T-Shirt, Sonnenbrille, Sonnencreme. Schatten generell der Sonne vorziehen. Aufenthalt im Freien reduzieren. 

11
extreme Strahlungsbelastung,
Schutz: Hut, T-Shirt, Sonnenbrille, Sonnencreme. Schatten generell der Sonne  vorziehen. 
Aufenthalt im Freien möglichst vermeiden.